BISO Konferenz – Der kongolesische Blick auf die Welt

Die BISO Konferenz, ist die erste Veranstaltung, einer neu startenden jährlichen Reihe.

Das Deutsch Kongolesische Jugendinstitut ist ein gemeinnütziger Verein (in Gründung), mit der Ziel der Förderung und Stärkung von deutsch-kongolesischen Jugendlichen, so wie der Diaspora. Dies soll vor allem durch Förderung von Bildung, Kultur und Netzworking Events erreicht werden.

Sie findet am 30.06.2018 ab 14 Uhr in Frankfurt am Main statt.

Der Schwerpunkt zum Start der Reihe und zur Feier des kongolesischen Unabhängigkeitstages ist „Der kongolesische Blick auf die Welt“. In drei unterschiedlichen Paneldiskussionen werden wir über die Themen: Kultur, Traditionen & Werte, Identität und Unternehmergeist diskutieren.

1) Tradition & Moderne: Kann die kongolesische Jugend beides vereinen ?

2) Zwischen Kongo & Deutschland: Wie können wir beide Seiten bereichern?

3) Afropreneurship: Welchen Anteil hat die neue kongolesische Generation an diesem Trend?

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Around 20: authentisch, hautnah & ehrlich, Schwestern!

Die drei Frauen Lilly, Joyce und Grace, die zwischen Köln und Düsseldorf leben, verbindet mehr als nur Freundschaft!  Als junge Ehefrauen und Mütter, so Grace, wurde ihnen sehr schnell klar, dass viele Herausforderungen oft schwer zu handhaben sind.

Der Rat und die Hilfe von anderen Menschen sind dabei von großer Bedeutung.

Projiziert man diese Tatsache nun auf ein Menschenleben, stellt man fest, dass die meisten Konflikte und Schwierigkeiten daraus resultieren, dass es an Mentoren fehlte, die einen durch die harte Schule des Lebens begleiten hätten können. Das soll geändert werden!

Aber wieso braucht es ein neues „TV-Online Format“ ?

„Around 20“ ist eine Talkrunde nach klassischem Vorbild, aber mit neuen Spielregeln. Dabei werden Lilly, Joyce und Grace immer wieder neue interessante Gesprächspartner zu Gast haben.

Es soll authentisch, hautnah und ehrlich werden, wie in einem Gespräch mit deiner Freundin, wobei auch unangenehme Themen diskutiert werden, so Grace.

Der Name „Around 20“ klingt exklusiv, könnte man meinen. Lilly, Joyce und Grace möchten allerdings vor allem junge Mädchen und Frauen zwischen 14 und 35 Jahren erreichen, wobei sich aber jede Generation mit ihren Themen identifizieren kann.

Around 20 ist die Zeit, in der wir uns befinden, die Momente, die wir erleben, die Erfahrungen die uns prägen und wenn wir noch so viele schöne Zeilen in unseren Zwanzigern schreiben, so gibt es auch extrem viele dunkle Kapitel. ‘‘Around‘‘ bedeutet aber auch umdrehen, wenden und von vorne beginnen.

Für die drei Frauen selbst brachten Selbstreflexion und die Suche nach Antworten die Erkenntnis darüber, was ihnen fehlte – eine ältere Schwester mit der man über alles reden kann.

Was wir aber wollen ist mehr Authentizität in Social Media, um den Frauen den Druck und vor allen Dingen die Illusion nach einem perfekten Leben zu nehmen. Dabei spielen Herkunft, Religion etc. absolut keine Rolle, da wir alle oftmals dieselben Phasen im Leben durchgehen.

Lilly, Joyce und Grace verbindet noch etwas anderes. Ihre erlebten Schicksalsschläge, das Schweigen und das Gefühl, die Last ihrer Bürden allein tragen zu müssen. Schicksalsschläge und Fehler gehören für sie zum Leben dazu und zählen für sie zu den größten Inspirationsquellen. Ihre Freundschaft und gemeinsame Verbindung entwickelt sich zum Projekt und neuen Lebensaufgabe, mit dem Ziel, eine Motivation, Inspirationsquelle oder einfach eine Schwester für andere zu sein.

Vor allem für Afrodeutsche, Schwarze oder Woman of Colour wird das neue Online-TV Format „Around 20“ ein Stück weit Repräsentation und Heraustreten aus einer Unsichtbarkeit bedeuten.  Was „Around 20“ sonst noch besonders macht, ist der Fokus auf die von Frauen gemeinsam durchlebten Erlebnisse und Erfahrungen, so wie ihrer öffentlichen Thematisierung und gleichzeitigem Empowerment von Frauen für Frauen, unabhängig ihrer sozialen, kulturellen und religiöse Differenzen. Von Schwester zu Schwester, denn Schweigen war gestern.

Wir möchten im Alter zurückblicken und uns sagen: Wir haben Fußspuren hinterlassen.

Hier die erste Folge:

www.around20.de

https://www.instagram.com/around20_/

www.youtube.com/Around20schweigenwargestern

https://www.facebook.com/around20/

„Purplemoon“ von Kaleo Sansaa

„Oceans“, die erste Singleauskopplung von der bald erscheinenden EP „Purplemoon“ der Sängerin Kaleo Sansaa ist tief und kraftvoll – Kunst. Es lässt uns in eine magische Welt  eintauchen.

Großzügigkeit, Schönheit, Langlebigkeit, ist die Bedeutung des Namens „Kaleo“. „Sansaa“, Kaleo´s  eigengegebener Name, ist eine Mischung aus Bemba, Swahili und Englisch und bedeutet, Sonne, Zeit, Teilen, Freude.

Was 2017 mit dem Kauf einer Loopstation und musikalischem herumexperimentieren beginnt, sollte nur ein Jahr später zur Produktion aller Songs der in diesem Sommer erscheinenden E.P. „Purplemoon“ führen. Aber wie kommt man dazu so lyrische, empowernder und kunstvoller Musik zu kreieren haben wir uns gefragt. Weiterlesen

Y´akoto: Am 31.03.2017 erscheint das neue Album Mermaid Blues!

Jetzt bestellen!

Mermaid Blues Tour 2017

19.08. Hamburg, Stadtpark
03.10. Zürich (CH), Plaza
04.10. Freiburg, Jazzhaus Freiburg
05.10. München, Muffathalle
07.10. Innsbruck (AT), Treibhaus
09.10. Stuttgart, Im Wizemannn
10.10. Köln Gloria, Theater
12.10. Hannover, Musikzentrum
13.10. Frankfurt, Zoom
14.10. Oldenburg, Kulturetage
15.10. Berlin, Lido

 

 

Afrika-Karibik-Festival kaum Schwarze Menschen

Foto: Pascal Bünning
Quelle:https://www.facebook.com/AfrikaKaribikFestival/

Dies ist nicht der Postillon. Der Titel ist auch kein schlechter Scherz und doch ist es bald wieder soweit. Das Afrika-Karibik-Festival in Aschaffenburg (unter den Besuchern auch „AKF“ genannt), findet zum 20. Mal statt. Allerdings scheint das Konzept, das unter dem Motto „one race…human“steht, sich nicht wirklich verändert zu haben. Zum Auftakt des diesjährigenAfrika-Karibik-Festival, das vom 10.-13. August stattfindet,wirbt man mit Gentleman und Rea Garvey. Zu dem gibt es nur wenige und einen kaum repräsentativen Anteil von Schwarzen oder aus der Karibik stammenden Künstler.

Ein Gespräch mit dem Organisationsteam

Aus einem Anruf mit dem Organisationsteam des Festivals geht hervor, dass der Grund, dass keine afrikanischen oder karibische Künstler auf der Hauptbühne vertreten sind, die Veränderung des Konzepts sei. Es soll aber afrikanisches Essen, sowie Verkaufstände mit afrikanischen Kunstwerken und Souvenirs geben. Als Schwarzer, afro-europäischer oder karibischer Künstler, fühlt man sich wohl kaum repräsentiert und fragt sich, ob das diesjährige Afrika-Karibik-Festival nicht vielleicht zeigt,dass zwischen kultureller Aneignung und kulturellem Austausch ein schmaler Grat besteht.

Es gibt repräsentative Künstler

Wir möchten keine Spekulationen über die genauen Hintergründe für die Auswahl der diesjährigen Künstler anführen, allerdings sind dies hier nur einige Vorschläge mit wundervollen aus Europa, Afrika oder der Karibik stammenden, lokalen Botschaftern der Musik:

Akua Naru beim Weltmusikfestival Horizonte 2015 auf der Festung Ehrenbreitstein.

Moh Kouyaté, Leila Akinyi, Mariama, Y´akoto, Abiodun Odonkoya, Lopango ya ba nka, Joy Denalane, Pat Thomas, Nneka, Chima, Mamadee, Carmen Brown, Tamika, Patrice, Pascaline N’sanda, Etana, Mama Afrika, Sisters Keepers, Amaka, MakedaBe Ignacio, Bukahara, Gato Preto , Albert N’sandaAyoko Sonko und Akua Naru sind nur einige von zahlreichen Künstlern.

 

„One love…one race“

Es gibt demnach zwei Optionen. Die eine wäre entweder das nächste Afrika-Karibik-Festival zukünftig in das „Europa-Deutschland-Festival“ umzubenennen oder ein Konzept zu entwerfen, das afrikanischen, karibischen oder afro-europäischen Künstlern eine wahrhafte Plattform bietet. Es geht um die kulturelle Wertschätzung, der Musik, der Geschichte und den Respekt vor den Menschen. Denn wenn wir dies nicht tun, dann nehmen wir in Kauf, dass die Nichtwertschätzung der Ursprünge von Musik aus diversen Kulturen oder die Ersetzung Schwarzer, karibischer oder afro-europäischer Künstlern durch überwiegend weiße Menschen in Deutschland weiterhin zur Norm wird.

Ohnehin marginalisierte Menschen werden auf diesem Wege nur weiter benachteiligt. Dieser Beitrag soll als Anstoß verstanden werden, um gewisse Konzepte zu überdenken und eine längst fällige Debatten anzustoßen.

„One human, one race, different cultures and more representation.“

 

 

 

Erfolgreicher Kampf ! Maybelline – Update!

16708406_1373334242740417_4883411599854782428_nSo verfasste ich vor zwei Jahren einen Brief an Deutschlands Drogeriemarkt DM und bekundete meine Frust über die Entfernung von sämtlichen Produkten für Schwarze und PoC, so wie der Kampf gegen Ab- und Ausgrenzungen im Hinblick auf Kosmetik.

 

Update in Sachen Teint

„Na, schon bemerkt? Die ersten Theken sind umgebaut, denn in Sachen Teint tut sich bei uns so einiges! Mehr Updates gibt’s nächste Woche.“ Diese Nachricht publizierte nicht der Dro-shades-of-womengeriemarkt DM, sondern Maybelline selbst am 13. Februar. Ich freue mich, dass der Kampf und die Thematisierung von Gleichberechtigung und die Sichtbarmachung  Schwarzer Frauen endlich ernstgenommen wird, da das heutige Bild Deutschlands, schon lange nicht mehr nur aus weißen Menschen besteht.

 

 

Flashmob auf der Kölner Domplatte: Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt

Am  Sonntag veranstalteten Aktivisten einen Flashmob unter dem Motto „Black Lives Matter“, um auf die Polizeigewalt gegenüber Schwarzen, gegen Rassismus und Ungleichheit aufmerksam zu machen.

Um 16.00 Uhr versammelten sich die Aktivisten vor der Kölner Domplatte und fielen als Zeichen der Solidarität „tot“ um.

Copyright Melane Nkounkolo

Michael Brown, Eric Garner, Walter Scott und Sarah Bland wurden alle Opfer einer langen Reihe rassistisch motivierter Polizeigewalt. Nicht zuletzt brachte die Debatte um Alltagsrassismus, durch die innerhalb von zwei Tagen willkürlich erschossenen Afro-Amerikanern Alton Sterling und Philando Castile, das Fass zum überlaufen.

Kein Einzelfall – Auch in Deutschland ist das Thema Polizeigewalt kein neues Phänomen.

Am 7. Januar 2005 verbrannte, unter bis heute ungeklärten Umständen, der gefesselte Oury Jalloh im Dessauer Gefängnis. Die Aufklärung des brutalen Todes wurden seitens Behörden und Justiz mit großer Mühe verhindert. Trotz einer Zeugenaussage im Revisionsverfahren, bei der eindeutige Namen und die Begleitumstände genannt wurden, die zum Tode führten, sollte der Tod von Oury Jalloh nicht aufklärt werden.

Warum eigentlich nicht „All Lives Matter“?

Als in Ferguson ein Schwarzer Jugendlicher von der Polizei erschossen wurde, sollte der Hashtag „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen) mehr als ein sozialer Aufschrei werden. „Black Lives Matter“ hat inzwischen an großer Bedeutung gewonnen und ist zu einer neuen Bürgerrechtsbewegung geworden, die der Diskriminierung ein Ende setzen soll. Sie hat auf der ganzen Welt für Aufruhr Schwarzer Communities gesorgt, so zeigten insbesondere Schwarze im europäischen Raum Solidarität mit den Opfern.

Die Bürgerrechtsbewegung richtet sich vor allem an die Schwarze LGBT-Gemeinschaft, Behinderte, Frauen, sowie an alle Schwarzen Menschen über das gesamte gesellschaftliche Spektrum.

Copyright Melane Nkounkolo„Black Lives Matter“ positioniert das Leben von Schwarzen nicht höher, als das eines weißen Menschen. Es fordert die Mehrheitsgesellschaft dazu auf, Rassismus, weiße Privilegien und die ungerechte Behandlung von Schwarzen wahrzunehmen und sich der Verantwortung nicht zu entziehen.

Insbesondere von rechtsgesinnten und auch unwissender Menschen, kommt der Vorwurf, die Bewegung statt „Black Lives Matter“ nun „All Lives Matter“ zu nennen. Dem halten Aktivisten entgegen, dass das Leben von Schwarzen in einer Welt, in der vorrangig weiße Menschen in der Machtposition sind, als Leben mit geringem Wert angesehen wird. Die Aktivistin Alicia Garza sagt: „Schwarze Leben zählen in ‚Alle Leben zählen‘ zu übersetzen, zeigt, wie wenig der strukturelle Rassismus in diesem Land verstanden wird.“

Salonfähiger Rassismus in Deutschland

Die Zahl der auf Unterkünfte von Schutzsuchenden ausgeübten Angriffe beläuft sich für das erste Halbjahr 2016 auf knapp 563. Nicht zuletzt durch die Gründung der „Alternative für Deutschland“ und Pegida, sondern auch durch das Schweigen der Mehrheitsgesellschaft, konnten rassistische Ressentiments in Deutschland wieder salonfähig werden.

Es bedarf einer ehrlichen Debatte über Rassismus auf Augenhöhe bei der nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen des Rassismus bekämpft werden.

Denn das Ziel einer gesamten Menschheit sollte der friedvolle und wahrhaft gleichberechtigte Umgang miteinander sein. Jetzt ist die Zeit, in der die Menschheit die Bereitschaft zeigen sollte,  rassistische Gedanken und Vorurteile freiwillig abzulehnen, sich zu reflektieren und für die Gleichberechtigung jedes Menschen, insbesondere der Opfer rassistischer Gewalt, einzutreten.

Fundamentale Menschenrechte – Bob Marley´Meißterwerk „WAR“ inkl. Übersetzung!

Marley entnahm den Text „War“ aus der Rede Haile Selassies an die Vereinten Nationen in New York am 4. Oktober 1963.

Der Text,  stellt eine Feststellung dar, dass der afrikanische Kontinent keinen Frieden kennen wird, bis:

  • die Philosophie, in der eine Rasse der anderen bevorzugt wird, endgültig und dauerhaft verrufen und abgeschafft sei,
  • der Hautfarbe nicht mehr Bedeutung zugesprochen würde als der Augenfarbe,
  • die fundamentalen Menschenrechte jedem Mensch, ohne Rücksicht auf eine angebliche Rasse, gleichmäßig garantiert seien,
  • die unehrenhaften und unglücklichen Regimes, die die Brüder in Angola, Mosambik und in Südafrika (stellvertretend für ganz Afrika) in untermenschlicher Knechtschaft halten, gestürzt und zerstört seien,
  • Engstirnigkeit, Vorurteile und boshaftes, unmenschliches Selbstinteresse ersetzt worden sei durch Verständnis, Toleranz und gutem Wille,
  • alle Afrikaner stehen und sprechen als freie Menschen, gleichwertig in den Augen der Menschheit, wie sie es sind in den Augen des Himmels.

Bis zu jenem Tag werde der Traum von dauerhaftem Frieden und weltlicher Bürgerschaft und die Herrschaft internationaler Moral nichts als eine flüchtige Illusion bleiben, die zu erstreben, aber niemals zu erlangen sei. Zum Schluss folgt der warnende Aufruf, die Afrikaner werden kämpfen, denn es sei notwendig, und sie sind sich ihres Sieges sicher, da sie überzeugt sind vom Triumph vom Guten über das Böse. (Wikipedia)

Hier eine Übersetzung des Songs!

Krieg

Bis die Ideologie,
die eine Rasse hervorhebt
und die Andere erniedrigt,
schließlich und dauerhaft verdammt
und abgeschafft ist,
wird überall Krieg sein, ich sage Krieg!

Bis es keine Bürger
erster und zweiter Klasse
in keiner Nation mehr gibt,
bis die Hautfarbe eines Menschen
nicht von größerer Bedeutung ist
als die Farbe seiner Augen,
sage ich Krieg!

Bis die grundlegenden Menschenrechte
allen gleich garantiert werden,
ohne auf die Rasse zu schauen,
gibt es Krieg.

Bis zu diesem Tag,
wird der Traum von dauerhaftem Frieden,
Weltbürgerschaft, Herrschaft des internationalen Anstands
eine vergängliche Illusion bleiben,
die verfolgt, aber nie erreicht wird.
Nun ist überall Krieg, Krieg!

Und bis die schändlichen und elenden Regime,
die unsere Brüder in Angola,
in Mosambik und Südafrika
in unmenschlicher Knechtschaft halten,
gestürzt und absolut zerstört sind,
Hey, überall ist Krieg, ich sage Krieg!

Krieg im Osten, Krieg im Westen,
Krieg oben im Norden, Krieg unten im Süden,
Krieg! Krieg! Gerüchte vom Krieg

Und bis zu dem Tag,
wird Afrika keinen Frieden kennen.

Wir Afrikaner werden kämpfen,
wir finden dies unumgänglich,
und wir wissen:
wir werden gewinnen,
Weil wir in den Sieg vertrauen,
des Guten über das Böse,
des Guten über das Böse,
des Guten über das Böse,
des Guten über das Böse,
des Guten über das Böse,
des Guten über das Böse.

Bob Marley Video War

6 Tipps zum erfolgreichen Bloggen oder gar nicht erst beginnen!

BBEDMF Worried Businesswoman

Facebook-Seiten, die sich Themen wie der sozialen Ungerechtigkeit, Rassismus oder dem Aktivismus widmen, sprießen in den letzen Jahren fast tagtäglich in der Social-Media Welt auf.

Viele von euch haben vielleicht gerade erst eine neue Seite ins Leben gerufen, oder planen dies in naher Zukunft zu tun. Ich werde euch heute ein paar Dinge verraten , die ihr vielleicht gar nicht wissen wollt.  Sie werden euch  das Bloggen, Posten und Teilen eurer Artikel und Beiträge vielleicht einfacher machen, wenn ihr diese Tipps im Hinterkopf behaltet.

1. Es ist ein harter Job, denn..

Wenn Du eine gute Arbeit liefern willst, und dafür respektiert werden möchtest, dass Deine Beiträge geteilt und geliked werden sollen, sei zielstrebig und plane Deine Posts sorgfältig. Du solltest nicht nur oft posten, sondern auch die Uhrzeit, so wie auch die Wochentage bedacht auswählen. Es ist keine Entscheidung, die man je nach Lust und Laune bestimmen sollte. Wenn Dir der tägliche Austausch und die Diskussionen über Rassismus als System und die soziale Ungerechtigkeit wichtig sind, gehört das Opfern Deiner Zeit nun mal dazu.

Viele Seiten die Du vielleicht gerne besuchst, wie LLAG, Afro-Punk, ISD  & Co. und Mboka Moko, haben ihren Erfolg nicht von Anfang an genossen, im Gegenteil. Jede Seite hat einmal mit 0 Followern begonnen (vielleicht 1 Follower und zwar der Administrator). Diese Seite blieben jahrelang unbeachtet.

Falls Du also ein Problem damit hast, ein ganzes Jahr lang keine Likes für Deine Posts zu bekommen, oder nur 120 Follower zu haben, dann solltest Du lieber die Finger von einer eigenen Facebook-Seite lassen.

2. Big Brother is watching you

Jeder wird Dir dabei zuschauen was Du machst und nur darauf warten, dass Du mal einen Fehler begehst. Jedes Wort, jeder Witz, jeder Link, Youtube-Video oder jeder Antwortkommentar wird auf die Goldwaage gelegt werden.

Du bewegst Dich in einer Art aktivistischem Raum, in dem Du Menschen, Politiker oder Organisationen auf Grund ihres problematischen Verhaltens kritisierst. Tja, leider bietest Du, je bekannter Deine Seite wird, gleichzeitig eine große Angriffsfläche für jene, die nicht Deiner Meinung sind, an. Bekanntlich sind Rassisten, neuerdings auch Afd-Anhänger oder „Ich bin kein Rassist aber-“ Menschen, jene, die viel aktiver und fleißiger reagieren und kommentieren als so mancher, der sich eben genau für dasselbe einsetzt wie Du.

Es wird auch genügend negatives Feedback geben, so heißt es dann: „Beautiful Colours hat nur über XY gesprochen und vergisst dabei doch tatsächlich auch von XZ zu sprechen“. Die Erfahrung mit negativer Kritik umzugehen, soll auch gelernt sein, denn es kratzt doch schön am Ego. Manchmal hilft da die Einstellung: „interessiert mich doch nicht“. Aber manchmal muss man dann doch lernen dankbar zu sein. Man lernt erst Details zu beachten, und sich selbst oder veröffentlichte Artikel und Beiträge zu reflektieren, wenn einen die User auf Fehler aufmerksam machen.

Lerne Dich zu entschuldigen, revidiere Deine Fehler und weiter gehts!

3. Nicht jeder interessiert sich für das, wofür Dein Herz schlägt

Wie schon oben erwähnt, die Diskussion mit Rassisten lässt sich manchmal nicht vermeiden. Also lerne auch hier dich auf erschreckende Kommentare oder Feedback einzustellen, denn über die wirst Du früher oder später stoßen. Wie sagte einst Emine Aslan: „Rassismus ist salonfähig geworden“, das sieht man nicht nur in der realen, sondern auch in der virtuellen Welt.

„Political-Correctness“, Anti-Rassismus, die Bedeutung von Sprache, Geschichte und vieles mehr interessiert nicht jeden, und viele haben sich nicht so sehr damit auseinandergesetzt wie Du. Du wirst viele Menschen haben, die Dich den alltäglichen Rassismus verstärkt spüren lassen, Du darfst auch mal schwach, genervt und wütend sein, Du bist ein Mensch.

Spreche mit gleichgesinnten, frag Freunde oder andere  Administratoren von bekannten und unbekannten Seiten. Je mehr Follower Du bekommst, um so mehr Aufmerksamkeit bekommt deine Seite. Daraus resultierert auch, dass „Trolle“ auf deine Seite aufmerksam werden.

4. Du wirst Freunde verlieren, VIELE Freunde

Deine alten Schulkameraden, Freunde, Wegbegleiter oder  Dein Partner werden Dich fragen, warum Du so „radikal“ geworden bist und weshalb sich alles nur noch um Schwarze, POC und  Rassismus handelt. Das hast Du ja früher nie so gemacht! Früher, da warst Du für viele denkbar am angenehmsten.

In dem Moment, in dem Deine Freunde deinen Aktivismus nur riechen, sei gefasst, wird Dein Freundeskreis schmaler und schmaler werden.

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5. Du wirst gestresst sein und vielleicht depressiv

Wer würde nicht depressiv werden, wenn man sich vorstellt jeden Tag Artikel zu lesen, die sich mit der ungerechten Welt befassen, Rassismus, Sexismus oder White Privilge. Doch was will man machen? Nicht jeder interessiert sich für diese Themen, oder möchte die Welt wachrütteln. Sich für einen Tag die Haut ausziehen und von den Problemen unberührt  zu sein, funktioniert weder für Dich noch ist es für Dich eine Option.

Du liest einen Artikel und es brennt Dir unter den Fingernägeln darüber zu berichten, zu schreiben und zu reden. Aber vergiss nicht, auch Du brauchst eine Pause, eine Energiequelle und Freunde, bei denen Du Dich nicht verstellen musst.

6. Safe Space – Du bist nicht allein

Derzeit gibt es viele Communities in denen Du Dich über Deine Erfahrungen austauschen kannst. Es gibt Kurse und Veranstaltungen, in denen man über die eigene und nicht eurozentrische Geschichte lernt, empowert wird oder einfach Freunde findet, die sich darüber freuen, sich genau mit Dir zu unterhalten.

Der Ausländer Lesekreis in Köln  bietet beispielweise  einen Safe Space und gibt Menschen, die im deutschen Kontext als ‚Ausländer‘ wahrgenommen werden, die Möglichkeit, ihre Erlebnisse im Alltag mit anderen rassifizierten Menschen zu überdenken und darüber hinaus auch Theorien und Auswege zu erörtern.

Wenn Du Dir über diese 6 Punke Gedanken gemacht hast, die nur einen Bruchteil von den Hürden zeigen, mit denen Du Dich beim Verfassen eines Blogs befassten solltest, dann…3,2,1…los geht’s!

Beautiful Colours wird Dir folgen:)

 

*Angeleht an LLAG