#SchwarzundMuslim

Hinter Klischees und Vorurteilen verstecken sich? Äh, richtig, nichts!
Übersetzt von: AJ+/Bobby Rogers

Ok, wie gehe ich jetzt mit damit um? Was denke ich gerade? Was sage ich jetzt? Ich hab keine Ahnung. Genau so fühlte es sich oft an, wenn ich einer Schwarze Frau mit Kopftuch oder einem Schwarzen Mann in einem Gewand begegnete, man sich kurz unterhielt und sich eine Schublade mit diversen Kategorien in meinem Kopf öffnete. Aber warum? Die Kombination Christ und Schwarz, Türkisch und Muslimisch schien mir allgemein bekannter zu sein. Die Kombination Muslim und Schwarz schien mir in meinem Alltag so gut wie nie zu begegnen, so kam es mir zumindest vor (Achtung! Beim nächsten Mal vielleicht bewusster wahrnehmen?). Richtig, internalisierte Stereotype Vorstellungen, Klischees oder Vorurteile gehen selbst an mir, eine in Deutschland sozialisierte, Schwarze Frau nicht vorbei.

Schwarz und Privilegiert? Geht das überhaupt?

Ich, privilegiert? Hört sich seltsam an. Ich bin privilegiert! Die Bedeutung sollte mir aber erst viele Jahre später bewusst werden. Bis dahin aber gehörte ich selbst zum ausblendenden und ignorierenden Teil der Schwarzen Community, für die die Vorstellung vom „Schwarzsein“ und Muslim oder Schwarzsein und Trans nicht ins Bild passte. Ja, ich weiß, sensibles Thema. Die vermeintliche „Angst“, die dahinter steckte, war, nicht über „gemeinsame“ Erfahrungen sprechen zu können oder Erfahrungen einfach nicht nachvollziehen zu können. Anders formuliert: „Kenn ich nicht, hab Angst davor, will ich nicht“. Ist das ein Grund?

Ok, und wieso bin ich jetzt privilegiert-er? Ganz einfach – nichts ist in etwa so, dass Schwarzsein und Frau- oder Mannsein addiert allein bereits eine doppelte Benachteiligung in Gesellschaften bedeutet. Vereinfacht gesagt, geht es um sich überschneidene Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus, Klassismus, Handicapism und Islamophobie (in Kombination), die Intersektionalen Feminismus einfach unabdingbar machen. Da sind wir auch bei der Wichtigkeit des Begriffs Intersektionalität und Inklusion.

Inspiriert von der von Bobby Rogers initiierten Twitter-Hashtag-Campagne #BeingBlackandMuslim, brachten mich dazu, Überlegungen über die Bedeutung von Feminismus, ein für mich noch recht neues Gebiet, und Aktivismus in Deutschland  zu machen. Ich entschließe mich als Schwarze Frau die eigene Komfortzone zu verlassen.

Übersetzt von: AJ+/Bobby Rogers

Eigene Grenzen zu sprengen, das Ego abzulegen und bereit zu sein, #unapologeticallay mit offenen Augen, Herz und Seele zu lernen, zuzuhören, zu geben und zu nehmen.

Weil es sich immer noch so anfühlt, als ob ich es noch nicht ganz geschafft habe, genau den „Invisiblen“ oder „nur wenig beachteten“ Teil der Community  in Deutschland zu erreichen.  Dabei geht es darum die Hand zu reichen. Die Hand jener Frau anzunehmen, die mehr über deine Realität erfahren und sich austauschen will, ohne selbst betroffen zu sein und gleichzeitig viele andere Erfahrungen und Realitäten, mit dir zu teilen hat. Es ist alles andere als einfach über die Themen Schwarzsein, Rassismus, Sexismus und Islam (die Reihenfolge ist irrelevant) zu schreiben, aber es ist ein erster Schritt.

Sisters, Brothers &Souls

Wenn du Lust hast und dich angesprochen fühlst, dann erzähl unter dem Twitter-Hashtag #SchwarzundMuslim, was es für dich bedeutet Schwarz und/oder MuslimIn in Deutschland zu sein. Vielleicht werden wir mehr voneinander lernen,  Vorurteile abbauen, ein Bewusstsein schaffen, Unsicherheiten verlieren, sich einfach auszutauschen, connecten und eine stärkere Community werden.

„I am not free while any woman is unfree, even when her shackles are very different from my own.“ Audre Lord

 

 

 

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ROYALGEAR: Für jeden, der die Liebe für Afrika teilt!

Alleinunternehmerin Mariama ist eigentlich gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte und Fremdsprachenkorrespondentin. Die Vision und die Idee für „ROYALGEAR„, so Mariama, hatte sie schon im Jugendalter und es war, als wäre es Bestimmung.

Für  Mariama ist es wichtig ihre Arbeit mit ihrer Liebe zu Afrika zuverbinden, wodurch sie so übrigens auch noch viel öfter vor Ort sein kann.

Ich kann meine Dankbarkeit dafür gar nicht in Worte fassen

Alles begann mit einer Bestellung eines Dashiki in den USA. Da die Suche nach schönen, qualitativen Dashikis ohne Polyester oder Synthetik (Kunststoff) sich in Europa als schwierig erwies, wird die Idee geboren, selbst einen Shop zu betreiben.

Eine große Inspiration für Mariama , die Dashikipride-Inhaberinnen und Geschwister  Mirian Chinyere Ugokwe, Mary Sonia Chizoba Ugokwe und Lilian Chioma Ugokweaus Nigeria, die Großes geschaffen haben und „die“ Adresse sind für Dashikis. Die Geschwister halten mittlerweile Vorträge in den größten Universitäten weltweit. Insbesondere für die gesamte Black-Community weltweit, sei dies sehr empowernd, so Mariama.

„Black Business“ wird bei ROYALGEAR großgeschrieben. Das heißt, die wirtschaftliche Stärkung von Schwarzen durch den Kauf ihrer Waren. Mariama erklärt, dass es sie es als eine persönliche Pflicht sehe, vor allem als Schwarze Frau mit dem Verkauf von afrikanischer Mode auf die Philosophie „Black Business“ aufmerksam zu machen und nach ihr zu leben. Konkret bedeutet dies, dass durch den Wareneinkauf der Produkte aus afrikanischen Ländern zum einen die Philosophie des „Black Business“ erhalten und gleichzeitig gefördert wird.

Die Dashikis und die Ohrringe erhält sie von einem Schwarzen Großhändler in den USA. Ketten, Armbänder und die Kleidung der „Africa Collection“ werden in Gambia fair hergestellt. Zudem stärkt und empowert es die Schwarze Diaspora weltweit. Viele Kunden haben ein gutes Gefühl, die „Black Business“ Philosophie zu unterstützen, verrät uns Mariama.

Mittlerweile gibt es neben Schmuck, auch Bikinis und Waxprint-Kleidung „Made in Africa“!

Ich bin unfassbar dankbar dafür, dass „ROYALGEAR“ mittlerweile sehr bekannt ist und die Kunden ausschließlich zufrieden. Ich bekomme jede Woche tolle Fotos zugeschickt mit unseren Produkten und so viele Menschen supporten es. Deshalb sage ich oft ROYALGEAR-Family statt Kunden.

Mariamas Ziele für die Zukunft sind, die Shopauswahl mit fair-hergestellter Mode und Schmuck „Made in Africa“ zu erweitern und somit Brüder und Schwestern weiterhin zu unterstützen und der bekannteste Shop für afrikanische Mode in Europa zu sein.

Nicht zuletzt macht der Versand á la „heute bestellt, morgen da“,  die Liebe und Leidenschaft für afrikanische Mode, dem Fairtrade, die Unterstützung des „Black Business“ und dem engen Kundenkontakt, manchmal sogar auch nach den offiziellen Arbeitszeiten und die qualitativ hochwertigen Dashikis aus 100 % Baumwolle ROYALGEAR zu etwas besonderem.

www.ROYALGEAR.de
www.facebook.de/royalgearshop
www.instagram.com/royalgearshop

Afroville: Im Herzen Münchens!

Vivian Luw (mit stummen w) fand die Leidenschaft zum Tanz im Alter von 10 Jahren. Zunächst tanzte sie in einer Gruppenstunde in einem Pfarrheim.

„Man lernte einfache Tanzschritte zu Charts Hits und konnte somit bei Pfarrfesten, Fasching und Bürgerfesten auftreten.“

Mit 14 übernahm sie für zwei Jahre die Leitung der Gruppenstunde und beginnt selbst zu unterrichten. Vier Jahre später gründete sie, gemeinsam mit ihren Freundinnen, die Afrotanzgruppe „VRS Dance Crew“, mit der sie auf Veranstaltungen auftrat. Sie haben hauptsächlich Videos in den Soziale Netzwerken veröffentlicht.

 

„VRS Dance Crew“ löste sich nach 2 1/2 Jahren auf und Vivian widmete sich erstmal intensiv ihrer Bildung –  Sie tanzt trotzdem weiter.

Weil ich einfach merkte, dass dies nun mal ein Teil von mir ist und ich wirklich damit etwas bezwecken kann.

Und so entsteht Afroville. Das Ergebnis ihres Kindheitstraumes, eines Tages eine eigene Tanzschule zu haben.

Das Tanzen ist meine Identität. Es ist in meiner DNA. Ich sehe es als ein Hobby, aber auch als etwas, das mich beschreibt. Und Afrotanz ist für mich Heimat. Etwas womit ich meine Kultur repräsentiere.

Afroville ist eine Tanzschule in der man hauptsächlich Musik aus unterschiedlichen Ländern Afrikas, sowie die zahlreichen Tänze des afrikanischen Kontinents kennenlernt.

Vielmehr ist es ein Ort für alle Menschen, die Freude an Bewegung und Spaß an der Musik haben und den kulturellen Austausch suchen – eine Brücke zwischen Afrika und Europa.

Vivian Luw verrät uns ihre Vision und träumt davon, den Afrotanz, wie damals mit der Tanzgruppe „VRS Dance Crew“ in Deutschland zu verbreiten und popularisieren.

Ich möchte mehr von unserer Kultur in den Medien sehen und unsere Community damit unterstützen. Afroville soll in Deutschland und später weltweit die Anlaufstelle für Afrodance werden.

Auf die Frage, wie es für Vivian als Schwarze Frau ist, sich in einer „Männerdomäne“ behaupten zu müssen, antwortet sie,  dass sie Afrodance nicht als eine Männerdomäne sehe und es schon immer sehr viel Sympathie für sie und die Tänzerinnen der Tanzcrew VRS Dance Crew gab, da sie zum einen vielseitiger tanzten und sich zum anderen nicht nur auf einen Tanz, wie dem „Azonto“ fixierten.

Bei Afroville ist es nicht wichtig Tanzerfahrung zu haben, denn die Liebe zum Tanz reicht vollkommen aus. In den Masterclasses kann man die verschiedensten Tanzstile, wie Afro House, Afrobeat, Azonto, Ndombolo, Coupe Decalé und Afrop lernen. Styles zu coolen Beats.

Was Vivian jungen Tänzerinnen auf den Weg mitgeben kann, beschriebt sie in einem Motto: Warum nur gut sein, wenn man auch großartig sein kann? Das sei der Grund warum sie tanze und warum sie Afroville gegründet hat. Für sie ist es wichtig jungen Menschen zu zeigen, dass alles machbar ist, wenn man nur an sich glaubt.

Der Glaube an das, was man kann, ist das wichtigste überhaupt. Wenn nicht jetzt wann dann?

Kontaktdaten

booking.vivian.colourz@gmail.com

www.afroville-dance.de

https://www.facebook.com/afrcville/

https://www.instagram.com/afrcville/

https://www.instagram.com/rvdunicorn/

 

 

 

BISO Konferenz – Der kongolesische Blick auf die Welt

Die BISO Konferenz, ist die erste Veranstaltung, einer neu startenden jährlichen Reihe.

Das Deutsch Kongolesische Jugendinstitut ist ein gemeinnütziger Verein (in Gründung), mit der Ziel der Förderung und Stärkung von deutsch-kongolesischen Jugendlichen, so wie der Diaspora. Dies soll vor allem durch Förderung von Bildung, Kultur und Netzworking Events erreicht werden.

Sie findet am 30.06.2018 ab 14 Uhr in Frankfurt am Main statt.

Der Schwerpunkt zum Start der Reihe und zur Feier des kongolesischen Unabhängigkeitstages ist „Der kongolesische Blick auf die Welt“. In drei unterschiedlichen Paneldiskussionen werden wir über die Themen: Kultur, Traditionen & Werte, Identität und Unternehmergeist diskutieren.

1) Tradition & Moderne: Kann die kongolesische Jugend beides vereinen ?

2) Zwischen Kongo & Deutschland: Wie können wir beide Seiten bereichern?

3) Afropreneurship: Welchen Anteil hat die neue kongolesische Generation an diesem Trend?

Around 20: authentisch, hautnah & ehrlich, Schwestern!

Die drei Frauen Lilly, Joyce und Grace, die zwischen Köln und Düsseldorf leben, verbindet mehr als nur Freundschaft!  Als junge Ehefrauen und Mütter, so Grace, wurde ihnen sehr schnell klar, dass viele Herausforderungen oft schwer zu handhaben sind.

Der Rat und die Hilfe von anderen Menschen sind dabei von großer Bedeutung.

Projiziert man diese Tatsache nun auf ein Menschenleben, stellt man fest, dass die meisten Konflikte und Schwierigkeiten daraus resultieren, dass es an Mentoren fehlte, die einen durch die harte Schule des Lebens begleiten hätten können. Das soll geändert werden!

Aber wieso braucht es ein neues „TV-Online Format“ ?

„Around 20“ ist eine Talkrunde nach klassischem Vorbild, aber mit neuen Spielregeln. Dabei werden Lilly, Joyce und Grace immer wieder neue interessante Gesprächspartner zu Gast haben.

Es soll authentisch, hautnah und ehrlich werden, wie in einem Gespräch mit deiner Freundin, wobei auch unangenehme Themen diskutiert werden, so Grace.

Der Name „Around 20“ klingt exklusiv, könnte man meinen. Lilly, Joyce und Grace möchten allerdings vor allem junge Mädchen und Frauen zwischen 14 und 35 Jahren erreichen, wobei sich aber jede Generation mit ihren Themen identifizieren kann.

Around 20 ist die Zeit, in der wir uns befinden, die Momente, die wir erleben, die Erfahrungen die uns prägen und wenn wir noch so viele schöne Zeilen in unseren Zwanzigern schreiben, so gibt es auch extrem viele dunkle Kapitel. ‘‘Around‘‘ bedeutet aber auch umdrehen, wenden und von vorne beginnen.

Für die drei Frauen selbst brachten Selbstreflexion und die Suche nach Antworten die Erkenntnis darüber, was ihnen fehlte – eine ältere Schwester mit der man über alles reden kann.

Was wir aber wollen ist mehr Authentizität in Social Media, um den Frauen den Druck und vor allen Dingen die Illusion nach einem perfekten Leben zu nehmen. Dabei spielen Herkunft, Religion etc. absolut keine Rolle, da wir alle oftmals dieselben Phasen im Leben durchgehen.

Lilly, Joyce und Grace verbindet noch etwas anderes. Ihre erlebten Schicksalsschläge, das Schweigen und das Gefühl, die Last ihrer Bürden allein tragen zu müssen. Schicksalsschläge und Fehler gehören für sie zum Leben dazu und zählen für sie zu den größten Inspirationsquellen. Ihre Freundschaft und gemeinsame Verbindung entwickelt sich zum Projekt und neuen Lebensaufgabe, mit dem Ziel, eine Motivation, Inspirationsquelle oder einfach eine Schwester für andere zu sein.

Vor allem für Afrodeutsche, Schwarze oder Woman of Colour wird das neue Online-TV Format „Around 20“ ein Stück weit Repräsentation und Heraustreten aus einer Unsichtbarkeit bedeuten.  Was „Around 20“ sonst noch besonders macht, ist der Fokus auf die von Frauen gemeinsam durchlebten Erlebnisse und Erfahrungen, so wie ihrer öffentlichen Thematisierung und gleichzeitigem Empowerment von Frauen für Frauen, unabhängig ihrer sozialen, kulturellen und religiöse Differenzen. Von Schwester zu Schwester, denn Schweigen war gestern.

Wir möchten im Alter zurückblicken und uns sagen: Wir haben Fußspuren hinterlassen.

Hier die erste Folge:

www.around20.de

https://www.instagram.com/around20_/

www.youtube.com/Around20schweigenwargestern

https://www.facebook.com/around20/

„Purplemoon“ von Kaleo Sansaa

„Oceans“, die erste Singleauskopplung von der bald erscheinenden EP „Purplemoon“ der Sängerin Kaleo Sansaa ist tief und kraftvoll – Kunst. Es lässt uns in eine magische Welt  eintauchen.

Großzügigkeit, Schönheit, Langlebigkeit, ist die Bedeutung des Namens „Kaleo“. „Sansaa“, Kaleo´s  eigengegebener Name, ist eine Mischung aus Bemba, Swahili und Englisch und bedeutet, Sonne, Zeit, Teilen, Freude.

Was 2017 mit dem Kauf einer Loopstation und musikalischem herumexperimentieren beginnt, sollte nur ein Jahr später zur Produktion aller Songs der in diesem Sommer erscheinenden E.P. „Purplemoon“ führen. Aber wie kommt man dazu so lyrische, empowernder und kunstvoller Musik zu kreieren haben wir uns gefragt. Weiterlesen

Y´akoto: Am 31.03.2017 erscheint das neue Album Mermaid Blues!

Jetzt bestellen!

Mermaid Blues Tour 2017

19.08. Hamburg, Stadtpark
03.10. Zürich (CH), Plaza
04.10. Freiburg, Jazzhaus Freiburg
05.10. München, Muffathalle
07.10. Innsbruck (AT), Treibhaus
09.10. Stuttgart, Im Wizemannn
10.10. Köln Gloria, Theater
12.10. Hannover, Musikzentrum
13.10. Frankfurt, Zoom
14.10. Oldenburg, Kulturetage
15.10. Berlin, Lido

 

 

Afrika-Karibik-Festival kaum Schwarze Menschen

Foto: Pascal Bünning
Quelle:https://www.facebook.com/AfrikaKaribikFestival/

Dies ist nicht der Postillon. Der Titel ist auch kein schlechter Scherz und doch ist es bald wieder soweit. Das Afrika-Karibik-Festival in Aschaffenburg (unter den Besuchern auch „AKF“ genannt), findet zum 20. Mal statt. Allerdings scheint das Konzept, das unter dem Motto „one race…human“steht, sich nicht wirklich verändert zu haben. Zum Auftakt des diesjährigenAfrika-Karibik-Festival, das vom 10.-13. August stattfindet,wirbt man mit Gentleman und Rea Garvey. Zu dem gibt es nur wenige und einen kaum repräsentativen Anteil von Schwarzen oder aus der Karibik stammenden Künstler.

Ein Gespräch mit dem Organisationsteam

Aus einem Anruf mit dem Organisationsteam des Festivals geht hervor, dass der Grund, dass keine afrikanischen oder karibische Künstler auf der Hauptbühne vertreten sind, die Veränderung des Konzepts sei. Es soll aber afrikanisches Essen, sowie Verkaufstände mit afrikanischen Kunstwerken und Souvenirs geben. Als Schwarzer, afro-europäischer oder karibischer Künstler, fühlt man sich wohl kaum repräsentiert und fragt sich, ob das diesjährige Afrika-Karibik-Festival nicht vielleicht zeigt,dass zwischen kultureller Aneignung und kulturellem Austausch ein schmaler Grat besteht.

Es gibt repräsentative Künstler

Wir möchten keine Spekulationen über die genauen Hintergründe für die Auswahl der diesjährigen Künstler anführen, allerdings sind dies hier nur einige Vorschläge mit wundervollen aus Europa, Afrika oder der Karibik stammenden, lokalen Botschaftern der Musik:

Akua Naru beim Weltmusikfestival Horizonte 2015 auf der Festung Ehrenbreitstein.

Moh Kouyaté, Leila Akinyi, Mariama, Y´akoto, Abiodun Odonkoya, Lopango ya ba nka, Joy Denalane, Pat Thomas, Nneka, Chima, Mamadee, Carmen Brown, Tamika, Patrice, Pascaline N’sanda, Etana, Mama Afrika, Sisters Keepers, Amaka, MakedaBe Ignacio, Bukahara, Gato Preto , Albert N’sandaAyoko Sonko und Akua Naru sind nur einige von zahlreichen Künstlern.

 

„One love…one race“

Es gibt demnach zwei Optionen. Die eine wäre entweder das nächste Afrika-Karibik-Festival zukünftig in das „Europa-Deutschland-Festival“ umzubenennen oder ein Konzept zu entwerfen, das afrikanischen, karibischen oder afro-europäischen Künstlern eine wahrhafte Plattform bietet. Es geht um die kulturelle Wertschätzung, der Musik, der Geschichte und den Respekt vor den Menschen. Denn wenn wir dies nicht tun, dann nehmen wir in Kauf, dass die Nichtwertschätzung der Ursprünge von Musik aus diversen Kulturen oder die Ersetzung Schwarzer, karibischer oder afro-europäischer Künstlern durch überwiegend weiße Menschen in Deutschland weiterhin zur Norm wird.

Ohnehin marginalisierte Menschen werden auf diesem Wege nur weiter benachteiligt. Dieser Beitrag soll als Anstoß verstanden werden, um gewisse Konzepte zu überdenken und eine längst fällige Debatten anzustoßen.

„One human, one race, different cultures and more representation.“

 

 

 

Erfolgreicher Kampf ! Maybelline – Update!

16708406_1373334242740417_4883411599854782428_nSo verfasste ich vor zwei Jahren einen Brief an Deutschlands Drogeriemarkt DM und bekundete meine Frust über die Entfernung von sämtlichen Produkten für Schwarze und PoC, so wie der Kampf gegen Ab- und Ausgrenzungen im Hinblick auf Kosmetik.

 

Update in Sachen Teint

„Na, schon bemerkt? Die ersten Theken sind umgebaut, denn in Sachen Teint tut sich bei uns so einiges! Mehr Updates gibt’s nächste Woche.“ Diese Nachricht publizierte nicht der Dro-shades-of-womengeriemarkt DM, sondern Maybelline selbst am 13. Februar. Ich freue mich, dass der Kampf und die Thematisierung von Gleichberechtigung und die Sichtbarmachung  Schwarzer Frauen endlich ernstgenommen wird, da das heutige Bild Deutschlands, schon lange nicht mehr nur aus weißen Menschen besteht.